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Kontaktlinsen:
gut sehen, natürlich aussehen und sich rundum wohl fühlen.


Austauschlinsen sind weiche Linsen, die nur für einen begrenzten Zeitraum getragen werden, zum Beispiel für vier Wochen. Konventionelle Linsen bleiben ein Jahr und länger im Einsatz. Der Vorteil der kürzeren Intervalle ist die geringere Menge von Ablagerungen: Auch bei regelmäßiger Reinigung bleiben immer Rückstände aus der Tränenflüssigkeit am Material haften. Wirklich "frisch" ist nur eine fabrikneue Linse.

Orthokeratologie-Linsen Sie funktionieren wie ein Korsett für den Augapfel. Über Nacht drücken diese harten Linsen mit hoher Sauerstoffdurchlässigkeit sanft auf die Hornhaut und verformen sie, sodass Kurzsichtigkeit am anderen Morgen behoben ist. Der Nachteil: Die Wirkung der Linsen lässt über den Tag hin nach. Außerdem sind die Langzeitfolgen der Therapie noch nicht untersucht, schwere Komplikationsfälle sind jedoch inzwischen bekannt geworden. Durch Druck auf die vordere Hornhaut kann es zudem nach Jahrzehnten unter Umständen zu Trübungen kommen

Formstabile Linsen bestehen aus relativ festem Kunststoff und sind mit 8 bis 11 Millimetern recht klein. Sie schwimmen auf einem Tränenfilm und lassen viel Luftsauerstoff durch. Deshalb sind sie gut geeignet, um sie den ganzen Tag lang ununterbrochen zu tragen. Der einzige Nachteil der formstabilen Linsen ist die längere Eingewöhnungszeit: Das Auge braucht bis zu zwei Wochen, um den Fremdkörperreiz zu akzeptieren, vor allem beim Zwinkern spürt man die formstabilen Linsen in den ersten Tagen.

So wie eine Brille können auch Kontaktlinsen mehrere Sehschwächen ausgleichen. Bifokallinsen funktionieren wie eine Zweistärkenbrille: Der Fernbereich ist oben, der Nahbereich unten. Bei der Multifokallinse gibt es verschiedene Prinzipien. Zum Beispiel kann der Fernteil kreisrund im Zentrum liegen und der Nahteil im äußeren Ring der Linse, beide Zonen sind dann klar voneinander getrennt. Aber auch ein stufenloser Übergang zwischen Fern- und Nahsicht wie bei der Gleitsichtbrille ist möglich.

Hier hat die Forschung ein kleines Wunder vollbracht: Silikon und Wasser, zwei Stoffe, die sich gegenseitig abstoßen, sind in einem Material vereint. Diese neuste Form der weichen Kontaktlinsen lässt deutlich mehr Sauerstoff durch und ist weniger anfällig für Verunreinigungen. Diese Linsen sind für Anwender, die in Sachen Gesundheit, Komfort und lange tägliche Tragezeiten keine Kompromiss eingehen wollen. Dieser Luxus hat seinen Preis: Silikon-Hydrogel-Linsen kosten 50% mehr wie herkömmliche Tauchlinsen.

Tragen und wegwerfen- einfacher kann die Benutzung von Kontaktlinsen nicht sein. Die lästige Pflege und die dafür nötigen teuren Lösungen fallen weg. Dafür sind die Linsen im Verhältnis teurer. Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht am ehesten für Brillenträger auf, die nur gelegentlich ohne Rahmen scharf sehen wollen. Neuste Silikon-Hydrogel Materialien bieten hierbei den höchsten Komfort.

Weiche Linsen sind aus elastischem Material und zwischen 14 und 15 Millimeter groß. Sie sind besonders tragekomfortabel, weil sie schon nach wenigen Stunden Gewöhnung kaum zu spüren sind. Allerdings reagiert das Auge im Lauf der Jahre auf weiche Linsen mit Überempfindlichkeit.


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